Arbeits- und Wegeunfälle Ein Arbeitsunfall (andere Bezeichnungen: Betriebsunfall, Berufsunfall) liegt vor, wenn jemand im Zuge seiner beruflichen Tätigkeit einen Unfall erleidet. Ein Unfall von und zur Arbeitsstätte ist ein Wegeunfall.

Arbeits- und Wegeunfälle sind von der Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) des Arbeitgebers versichert. Diese sind als Kostenträger für die Behandlung zuständig.

Die Behandlung wird von sogenannten D-Ärzten (Durchgangsärzten) vorgenommen (Siehe D-Arzt, weiter unten).
Arthroskopie Arthroskopie wird die Untersuchung der Gelenke mit einem Spezialendoskop, dem Arthroskop, genannt.

Der Begriff Arthroskopie kommt aus dem Griechischen. "Arthros" steht für Gelenk, "skopein" bedeutet schauen.

Chirurgie Die Chirurgie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Behandlung von Krankheiten und Verletzungen durch direkte, manuelle oder instrumentelle Einwirkung auf den Körper des Patienten (Operation) befasst. Das Wort Chirurgie (altgriechisch) ist aus zwei Teilwörtern zusammengesetzt, nämlich aus χειρ (Hand) und dem Verb εργω (ich arbeite).
D-Arzt Ein Durchgangsarzt – kurz: D-Arzt – ist ein Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie oder ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“, der von den Berufsgenossenschaften eine besondere Zulassung erhalten hat.
Er ist für die Durchführung der Behandlung nach Arbeitsunfällen zuständig.
Dupuytren Der Morbus Dupuytren (MD) ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche (Palmar-Aponeurose).

Trotz der Entdeckung der Krankheit vor mehr als 170 Jahren ist deren Ursache noch unbekannt.
Ein schubweiser, über mehrere Jahre dauernder Krankheitsverlauf ist typisch. Zugkräfte können an den Bindegewebsfasern der Knoten und Stränge schließlich zu Beugekontrakturen (Einziehungen mit Versteifung) der Fingergrund- und Mittelgelenke führen.

Fisteln Eine Fistel (von lat. fistula = Pfeife, Röhre) ist eine unnatürliche, röhrenartige Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und anderen Organen oder der Körperoberfläche.
Beispiele:
  1. Eine Blasen-Scheiden-Fistel bei Zervixkarzinom verbindet Blase und Scheide
  2. Eine Blasen-Rektum-Fistel verbindet die Blase mit dem Enddarm (Rectum) z. B. bei Morbus Crohn
  3. Eine Blasenfistel verbindet die Blase mit der äußeren Körperoberfläche. Sie kann durch Krankheiten wie z. B. Blasenkrebs entstehen oder künstlich angelegt werden (suprapubischer Katheter). In beiden Fällen wird der Urin nicht mehr via naturalis über die Harnröhre (Urethra) ausgeschieden, sondern fließt von der Blase durch die Fistel bzw. den Katheter direkt nach außen (extraurethrale Harnableitung, z. B. bei Harninkontinenz)
  4. Eine Halsfistel entsteht vorgeburtlich und verbindet unter Umständen die Mundhöhle mit der Haut am seitlichen Hals.

Ursachen für eine Fistel können angeboren sein oder sich in einem Krankheitsverlauf, z. B. in Verbindung mit einem Abszess ergeben, für häufige Fistelbildungen ist der Morbus Crohn, eine entzündliche Darmerkrankung bekannt.

Fußchirurgie Chirurgische Eingriffe im Bereich des Fußes. Ähnlich wie z. Bsp. bei der Handchirurgie gibt es spezielle Ausbildungen zum Bereich der Fußchirurgie. Zum Spektrum gehören u. a.:

Fußanatomie, Hallux valgus, Hallux rigidus, Schneiderballen, Hammerzehen, Senkfuß, Metatarsalgie, Fersenschmerz, Eingewachsene Nägel

Siehe auch: Gesellschaft für Fußchirurgie

Hallux valgus Der Hallux valgus beschreibt die Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter innen und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Am dadurch hervortretenden Großzehenballen bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen verursacht durch den Druck des Schuhschafts.
Hernien Eine Hernie (lat. fem. hernia von griechisch hernios „Knospe“) ist der Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Öffnung. Ihr deutscher Name Eingeweidebruch verwendet die Nebenbedeutung von Bruch als Riss.
Lipome Ein Lipom bezeichnet einen gutartigen Tumor der Fettgewebszellen.
Orthopädie Die Orthopädie (v. griech. „aufrecht“ und „erziehen“) befasst sich mit der Entstehung, Verhütung, Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparat, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, sowie mit der Rehabilitation des Patienten.
Unfallchirurgie Die Unfallchirurgie befasst sich mit den operativen Verfahren zur Wiederherstellung und Erhaltung, der durch Unfälle beschädigten Strukturen (Organsystem und Bewegungsapparat) des Menschen.
Varizen Krampfadern (lateinisch varix, Plural Varizen) sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis.

Betroffen sind vorwiegend die oberflächlichen Venen der Beine. Es gibt jedoch auch Krampfadern in anderen Regionen (Brust- und Bauchwand, obere Gliedmaßen, Speiseröhre u. a.).
   
Dr. med. Rolf Niedballa, Chirurg - Unfallchirurg, Franz-Ludwig-Str. 14 A - 96047 Bamberg - Tel. 0951-23 704